DANZA Y FRONTERA

Amanda Piña (Wien | Santiago de Chile | Mexiko-Stadt)

Tickets

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

Muffathalle

22.10. 19:00 – 20:00

23.10. 21:00 – 22:00

24.10. 16:00 – 17:00

Keine Sprachkenntnisse erforderlich

  • Rollstuhlgerecht

DANZA Y FRONTERA basiert auf einem Tanz, der an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entsteht. Dieser Tanz wird heute in einem Kontext extremer Gewalt im Zusammenhang mit Drogenhandel, Militarisierung und Billiglohnindustrien performt. Der Tanz geht auf eine uralte, prähispanische Tanzform zurück, die später von der spanischen Krone bei der Besetzung Mexikos als „Danza de Conquista“, als sogenannter „Eroberungstanz“ eingesetzt wurde. Diese Choreografie veränderte sich immer weiter und wurde schließlich als eine Form des Widerstands gegen koloniale und später neoliberale Kräfte genutzt. Heute kann sie als eine zeitgenössische popkulturelle Aneignung gesehen werden, in der indigene Praktiken, koloniale Erzählungen, Hip-Hop-Kultur und indigene Mystik mitschwingen. DANZA Y FRONTERA untersucht diese Grenzchoreografie und bringt ihre Protagonist*innen im Kontext des Voranschreitens der Festung Europa nach München. Als Grenzsubjekte leben die Performer*innen in einem Dazwischen. Sie sind sich der Macht und der Einschränkungen dieser Situation bewusst und navigieren jenseits aller Begriffe von Grenze, seien diese kulturell, national oder ästhetisch.

Die Produktion ist der jüngste Teil der Serie ENDANGERED HUMAN MOVEMENTS, einem Langzeitprojekt, das sich für das Wieder-Erscheinen von Tänzen und kulturellen Praktiken einsetzt. Im Rahmen dieses Projekts wurden bereits fünf Forschungsbände realisiert, die Performances, Installationen, Videos, Publikationen, Workshops und Lectures umfassen.

Tanzperformance  

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Künstlerische Leitung | Choreographie Amanda Piña Choreographie | Transmission Rodrigo de la Torre Coronado Recherche Alma Quintana | Juan Carlos Palma Velasco | Alberto Montes | Paula Chaves Performance Matteo Marziano Graziano | Daphna Horenczyk | Paula Andrea | Chaves Bonilla | Dafne del Carmen Moreno | Juan Carlos Palma Velasco | Cristina Sandino | Rodrigo de la Torre Coronado | Lina María Venegas Dramaturgie | Entwicklung Nicole Haitzinger Recherche | Theorie Nicole Haitzinger | Amanda Piña Musik Christian Müller Live Percussion Julio Cesar Cervantes Herrera (tbc) Kostüm La mata del veinte | Julia Trybula Bühne Michel Jimenez Video Danza de Conquista | Amanda Piña | estudio el gozo. 2018 Licht Victor Duran

Amanda Piña ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien und Mexiko-Stadt lebt. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert. Sie versteht ihre Arbeiten als zeitgenössische Rituale, die etablierte Trennungen (modern/traditionell, Mensch/Tier, Natur/Kultur) temporär aufheben sollen und ist auf der Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Kunst. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Fondation Cartier pour l’Art Contemporain Paris, MUMOK Museum of Modern Art, Tanzquartier Wien, ImpulsTanz Festival, Royal Festival Hall in London, Museo Universitario del Chopo in Mexiko Stadt und HAU – Hebbel am Ufer in Berlin gezeigt. Seit 2008 leitet sie den Galerieraum nadaLokal in Wien, den sie gemeinsam mit dem Schweizer Visual Artist Daniel Zimmermann eröffnete, mit dem sie auch nadaproductions gründete. Derzeit arbeitet sie an der Realisierung des Langzeitprojekts ENDANGERED HUMAN MOVEMENTS.

Produktionsmanagement nadaproductions | Janina Weißengruber | Daniel Hüttler Senior Advisor Marie-Christine Barrata Dragono International Distribution | Tour Management Something Great (Berlin) Management Angela Vadori Produktion nadaproductions Koproduktion Tanzquartier Wien Gefördert von der Stadt Wien (Kulturabteilung der Stadt Wien) | Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Sektion IV – Kunst und Kultur Unterstützung Mexican Ministry of Foreign Affairs | National School of Folkloric Dance of Mexico | INBA | National Institute of Fine Arts Mexico | Diplomado “Como Encender Un Fosforo” | Alma Quintana | University Museum of Contemporary Art of Mexico | MUAC | Goethe Institut Mexico | Museo Universitario del Chopo | Mexikanische Botschaft in Österreich | ImPulsTanz International Dance Festival