THE DRYING PRAYER

Taigué Ahmed (N'Djamena)

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Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 10,00

HochX

23.10. 19:00 – 20:10

24.10. 20:00 – 21:10

25.10. 19:00 – 20:10

Keine Sprachkenntnisse erforderlich

Der Tschadsee ist eines der ältesten Wunder der Sahara, er verbindet die Länder Tschad, Nigeria, Niger und Kamerun und versorgt die Region mit Wasser und Nahrung. Der See ist Schutzraum für alle Arten und ein spirituell aufgeladenes Archiv für Tänze und Gesänge der vor Ort lebenden Völker. Aufgrund des Klimawandels, zunehmender Sicherheitsprobleme und daraus resultierender Vertreibungen, wurde der Tschadsee in den letzten Jahren jedoch zu einem bedrohten Lebensraum. Jetzt häufen sich Konflikte, die überwiegend mit einer Militarisierung der Regionen beantwortet werden. Mit THE DRYING PRAYER kreiert der tschadische Choreograf Taigué Ahmed zusammen mit seinem Tänzer*innen-Ensemble und dem Musiker und DJ Afrotronix ein Tanzstück, das sich mit aktuellen Transformationen von Lebensraum, Flora, Fauna und Gemeinschaftsstrukturen am Tschadsee beschäftigt. Zeitgenössischer afrikanischer Tanz trifft auf traditionelle Bewegungsabläufe und Hip-Hop auf den Urban Dance Style Coupé-Decalé. THE DRYING PRAYER ist eine getanzte Kartographie, eine Bestandsaufnahme der Situation des Tschadsees und seiner Bewohner*innen.

 

Tanzperformance  

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Choreographie | Projektleitung (Tschad) Taigué Ahmed Tanz Baidy Ba | Aimé Djedonang | Hervé Dakanga | Aly Karembé Musik Caleb Rimbtobaye I Afrotronix Kostüm | Bühne Veronika Utta Schneider Dramaturgie | Projektleitung Sarah Israel Lichtdesign Wolfgang Eibert

 

Taigué Ahmed ist Choreograf, Tänzer und künstlerischer Leiter von Ndam Se Na. 1977 im Tschad geboren, kam er früh mit dem traditionellen Tanz in Berührung. Durch einen Workshop der Choreografin Julie Dossavi  wurde er später an den zeitgenössischen Tanz herangeführt. 2005 gründet er Ndam Se Na, eine tschadische zeitgenössische Tanzkompanie mit dem Ziel, sozio-kulturelle und künstlerische Projekte im humanitären Bereich zu realisieren. Seit 2013 arbeitet er regelmäßig mit Akteur*innen aus dem künstlerischen und sozialen Bereich an Projekten zur Integration von vertriebenen Bevölkerungsgruppen, vor allem in Kanada und Deutschland. Derzeit beginnt er, verstärkt mit Forscher*innen aus dem Bereich der Anthropologie und Soziologie zusammen zu arbeiten.


AfrotroniX ist ein Projekt des tschadischen Musikers Caleb Rimbtobaye. Es verbindet elektronische Musik mit afrikanischen Rhythmen und Tuareg-Blues. Die Live-Aufritten und Shows von Afrotronix sind rhythmische Kreationen, bei denen DJing, Live-Instrumente und afro-urbane choreografische Performances auf der Bühne zu einem futuristischen visuellen Universum zusammengeführt werden. Der Musiker und Künstler lebt und arbeitet heute in Montreal und tritt seit über zehn Jahren in Quebec, Kanada und auf der ganzen Welt auf.

 


Sarah Israel arbeitet als freischaffende Dramaturgin im Bereich darstellende Künste und hat in München und Berlin Festivals der Freien Szene geleitet. Sie studierte Dramaturgie, Neue Deutsche Literatur und Philosophie in München und war ab 2009 Dramaturgin am Schauspiel Stuttgart. Seit 2012 entwickelte sie Tanz- und Theaterprojekte, u.a. mit dem Choreographen Taigué Ahmed. Für die Interimspielzeit 2020/2021 arbeitet sie am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin, wo sie das Residenzprogramm TO BE CONTINUED? ZUR KONTINUITÄT VON RASSISMUS UND SEXISMUS AN DEUTSCHEN THEATERN mit initiierte.

Ein Tanzprojekt von Taigu Ahmed (Ndam Se Na) und SISK — Büro für Dramaturgie und Produktion, in Koproduktion mit HochX Theater und Live Art, Deutsches Nationaitheater und Staatskapelle Weimar und Deutsches Theater Göttingen. Mit Unterstützung des SPIELART Theaterfestival München und des CND Centre national de la danse, Künstler im Residenzprogramm (Paris). Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.