FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS

Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) (Brüssel)

Muffatwerk

22.10. 18:00

23.10. 20:00

24.10. 17:30 – 18:30

27.10. 20:00 – 21:00

29.10. 17:00 – 18:00

31.10. 16:00 – 19:00

01.11. 18:00 – 19:00

02.11. 19:00 – 20:00

03.11. 19:00 – 20:00

05.11. 15:00 – 19:00

06.11. 15:00 – 19:00

Performances (22.10. 18 Uhr | 23.10. 20 Uhr): Eintritt 12,00 € | Ermäßigt 6,00 € | Installation: Eintritt frei, hier ist keine Anmeldung erforderlich

In englischer Sprache, Teile in koreanischer, niederländischer und mongolischer Sprache

Die multimediale Filminstallation und Performance FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS der Künstlerin Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) thematisiert koloniale Narrative hinter der transnationalen Adoption, insbesondere in Bezug auf die historischen Beziehungen zwischen den Niederlanden und Korea. Allein in den Niederlanden wurden rund 40.000 Menschen aus dem Globalen Süden adoptiert, oft durch Kinderhandel und mit gefälschten Dokumenten. FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS unternimmt eine Zeitreise von der zeitgenössischen niederländischen Gesellschaft über die Teilnahme von niederländischen Soldaten am Koreakrieg bis zu frühen kolonialen Beschreibungen asiatischer Menschen durch weiße Europäer*innen und die gewaltsame Auslöschung schamanischer Kulturen. FOUR MONTHS, FOUR MILLION LIGHT YEARS ist eine schamanische Heilungsreise durch Raum und Zeit, in der Gedichte, Lieder und Visionen die Ahnen um Unterstützung bitten. Die Arbeit ist eine Hommage an diejenigen, die von ihren Müttern, Vätern, Familie, Ahnen, Land, Kultur und Geistern abgeschnitten wurden.

 

Am 22.10 und 23.10 finden innerhalb der Installation Live-Performances von Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) mit Live-Erzählung und rituellem Trommeln zu Ehren und Beschwörung der Ahnen statt.

 

 

Performance   Installation  

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Performance | Regie | Aquarelle | Kamera | Schnitt | Text | Trommeln | Voice over | Ton Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) Komposition | Gesang Yan Vandenbroucke Koreanische Percussion Leslie Maes Koreanischer Gesang Jungrak Choi Ton Céline Gillain Kostüme Lila John Farbabstimmung Paul Millot Klinische Psychologin Miranda Ntirandekura Aerts Dramaturgische Beratung Kopano Maroga Live-Erzählung und Percussion Sara Sejin Chang (Sara van der Heide)

 

Besonderer Dank an die Schamanen von Darghad: Aminaa | Kyugagaa | Eden-Ochi | Umbaan | Saintsetseg und den koreanischen Mudang Jen Bosalnim

 

Die koreanisch-niederländische Künstlerin Sara Sejin Chang (Sara van der Heide) wurde 1977 in Busan, Südkorea, geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Amsterdam und Brüssel. Seit den späten 1990er Jahren beschäftigt sie sich mit unterschiedlichen Formaten und Medien, darunter mit Film, Text, immersiven Film- und Klanginstallationen, Performances und Malerei. Chang kombiniert spirituelle Beschwörungen und historische Recherchen. Sie versucht koloniale Narrative auseinander zu nehmen und zu verstehen. Dadurch schafft sie Werke, die als historische Reparaturen, als Heilung und als Moment der Zugehörigkeit agieren. Chang hinterfragt eurozentrische Systeme der Kategorisierung und deren Durchdringung auf allen Ebenen des Lebens. Ihre Arbeiten können als poetische und intime Gesten gesehen werden, die einen metakosmischen und inklusiven Zugang zur Moderne in den Mittelpunkt stellen und die Bedeutung von Wert und Zeit transformieren. Sie war im Residenzprogramm De Ateliers, Amsterdam (1999 – 2001) und war Artist in Residence am ISCP, New York (2007) und am WIELS, Brüssel (2016). Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei der 11. Berlin Biennale, Berlin; Dhaka Art Summit, Bangladesch; 6. Kuandu Biennale, Taipeh; Argos, Brüssel; Sharjah Biennial 13, Beirut; Walker Art Center, Minneapolis; Temporary Gallery, Köln; Espai d'art Contemporani de Castelló, Spanien gezeigt.

Unterstützt von The Mondriaan Foundation | GRIMONSTER Residenz | Korean Cultural Center of Brussels | Botschaft der Niederlande Koproduktion Kunstenfestivaldesarts | 11. Berlin Biennale