HOW TO TURN TO STONE

Manuela Infante (Santiago de Chile)

Tickets

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

HochX

28.10. 19:00 – 20:30

29.10. 19:00 – 20:30

30.10. 19:00 – 20:30

In spanischer Sprache mit deutschen Untertiteln

Wie könnte ein Stück aussehen, das sich wie ein Stein verhält? Ein Stein wird nicht geboren, er wächst nicht und er stirbt nicht. Gesteine können als Modelle für eine andere Art von Widerstand dienen. Sie können zentrale Konzepte unserer Gegenwart wie Wachstum, Fortschritt und Entwicklung kritisch hinterfragen. In HOW TO TURN TO STONE erkundet die chilenische Regisseurin und Autorin Manuela Infante ein nicht-anthropozentrisches, nicht-humanistisches Theater. Bereits seit einigen Jahren wirkt sie in ihrer Arbeit der modernen Vorstellung vom Menschen als Maß aller Dinge entgegen. Für sie dient dieses Konzept allein der Rechtfertigung von Ausschluss und Ausbeutung. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Gesteinen ermöglicht Manuela Infante eine spekulative Praxis, eine neue Perspektive auf die Welt, die andere Organisationsformen und alternative Formen der Politik mit sich bringt. HOW TO TURN TO STONE experimentiert mit erodierten Erzählungen, die sich wie Gesteinsschichten verdichten und mit aufeinander aufbauenden Klanglandschaften. Dabei beschäftigt sich das Stück eingehend mit der Anpassung von arbeitenden Körpern mit geologischen Formationen und ihren geteilten Geschichten: Denn auch in den Körper sind Abbau und Erschöpfung eingeschrieben.

Theater  

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Regie | Dramaturgie Manuela Infante Mit Marcela Salinas | Aliocha de la Sotta | Rodrigo Pérez Design Rocío Hernández Technische Leitung | Visuals Pablo Mois Sounddesign Manuela Infante Visuals Design | Licht-Klang-Programmierung Alex Waghorn Choreografie Diana Carvajal Musik-Kollaborationen Valentina Villarroel | Marcos Meza Mit Musik von Eliane Radigue | Pauline Oliveros | Kali Malone | Senyawa and Beverly Glenn-Copeland Soundtechnik Diego Betancourt Tontechnisches Design Gonzalo Rodríguez Recherche | Dramaturgie Camila Valladares

Die chilenische Regisseurin, Dramatikerin, Drehbuchautorin und Musikerin Manuela Infante studierte im Master Kulturanalyse in Amsterdam. Sie ist bekannt für die szenische Artikulation zeitgenössischer, theoretischer Themen. Mit ihrer Gruppe Teatro de Chile schrieb und inszenierte sie von 2002 – 2016 zahlreiche Stücke. Ihre Arbeiten wurden am Theater Bremen, Festival de Modena (Italien), The Watermill Center (New York), FIBA (Buenos Aires), FITAM (Santiago), KVS (Belgien), La Rose De Vents (Frankreich), TheaterWorks (Singapur) produziert und aufgeführt. Aktuell entstehen Arbeiten am Schauspielhaus Bochum, Teatro Nacional de Cataluña (Spanien), Theater Basel (Schweiz) und M100 (Chile). 2015 war sie die erste Frau, die zur Leiterin des Nationalen Festivals für Dramaturgie in Chile ernannt wurde. 2019 wurde sie als erste chilenische Theatermacherin mit ihren Stücken ESTADO VEGETAL und REALISMO zur Biennale in Venedig eingeladen und gewann den ersten Preis des Stückemarktes beim Theatertreffen 2019 in Berlin. Mit ihrer Band Bahía Inútil brachte sie bereits zwei Alben heraus und arbeitete als Drehbuchautorin mit renommierten chilenischen Filmregisseur*innen wie Cristián Jiménez, Alicia Scherson, Marialy Rivas und Sebastian Lelio zusammen.

Produktion Carmina Infante Koproduziert von Centro Cultural Matucana 100 | Fundación Teatro a Mil | NAVE | Parque Cultural de Valparaíso. Teilweise gefördert vom chilenischen Ministerium für Kultur, Kunst und Kulturerbe. Dieses Projekt wurde teilweise in künstlerischen Residenzen beim Kyoto Experiment Festival | Kyoto Arts Center | Parque Cultural de Valparaíso | NAVE, Centro de Creación y Residencia entwickelt.