L'HOMME RARE

Nadia Beugré (Abidjan | Montpellier)

Tickets

Eintritt € 14,00 | Ermäßigt € 7,00

Gasteig | Carl-Orff-Saal

24.10. 18:00 – 19:00

25.10. 21:00 – 22:00

26.10. 19:00 – 20:00

Keine Sprachkenntnisse erforderlich

  • Rollstuhlgerecht
  • Induktive Höranlage

Das Unbehagen, das viele Männer angesichts von Tänzen verspüren, die wegen ihres Beckeneinsatzes allgemein als „weiblicher" eingeordnet werden, amüsiert die Choreografin Nadia Beugré. Sehen Männer die Beschäftigung mit Becken und Hüften als eine Bedrohung für ihre (konstruierte) Männlichkeit? In L’HOMME RARE (deutsch: Der ungewöhnliche Mann) versammelt Nadia Beugré fünf Tänzer und Performer, die sich selbst dauerhaft oder vorübergehend als Männer definieren. Die Gesichter der Tänzer bleiben im Verborgenen, mit dem Rücken zu uns geben sie sich unterschiedlichen choreografische Strömungen hin. Der Fokus der Choreografie liegt aber immer auf der Flexibilität ihrer Becken. L'HOMME RARE hinterfragt die Aufmerksamkeit, die wir Körpern schenken und versetzt die Zuschauer*innen in die Position von Voyeur*innen. Die fünf Tänzer experimentieren mit der Umkehrung von männlichen und weiblichen Attributen, relativ nackt, manchmal mit hochhackigen Schuhen. Indem sie sich mit Voyeurismus auseinandersetzt, reflektiert Nadia Beugré auch die Geschichte des europäischen Blicks auf schwarze Körper und untersucht, wie wir alle über andere Körper urteilen.

Tanzperformance  

Lesen Sie mehr:

Kreation und Choreographie Nadia Beugré Performance Lucas Nicot | Vadel Guei Daouda Keita | Nadim Bahsoun | Marius Moguiba Licht | Technische Leitung Anthony Merlaud Musik Serge Gainsbourg, Lucas Nicot, Percussions d’Obilo External eye Faustin Linyekula

Nadia Beugré ist 1981 in der Elfenbeinküste geboren. Ihren ersten Auftritt hatte sie 1995 als Mitglied von Dante Theatre, hier wurde sie im traditionellen Tanz ausgebildet. Zwei Jahre später wurde sie Gründungsmitglied von Béatrice Kombés bahnbrechendem, rein weiblichen Tanzensemble TchéTché, mit dem sie jahrelang durch Afrika, Europa und Nordamerika tourte und von der Kritik gefeiert wurde. Nach Kombés frühem Tod im Jahr 2007 tauchte Beugré in den zeitgenössischen Tanz ein, indem sie Choreografieunterricht bei Germaine Acogny im Senegal nahm. 2009 setzte sie ihre Ausbildung fort, und nahm an Ex.e.r.ce. teil, Mathilde Monniers Programm für talentierte, aufstrebende Choreograf*innen am Centre Chorégraphique National de Montpellier. Schon bald inszenierte sie eigene Produktionen: UN ESPACE VIDE: MOI (2009) und QUARTIERS LIBRES (2012), LEGACY (2015), TAPIS ROUGE (2017), ROUKASSKASS CLUB (2018) und das Musikstück ATEM (2020) für das Staatstheater Darmstadt. Als Tänzerin trat Beugré in Werken von Seydou Boro (Burkina Faso), Alain Buffard (Frankreich), Dorothée Munyaneza (Frankreich/Ruanda) und Bernardo Montet (Frankreich) auf und wirkte in 10.000 GESTES von Boris Charmatz mit. Seit 2017 ist Nadia Beugré Teil des fünfjährigen Artist-in-Residence-Programms bei De Vooruit in Gent und ist derzeit zu Gast bei La Briqueterie in der Nähe von Paris.

Produktion Studios Kabako |  Virginie Dupray Unterstützung Latitudes Contemporaines Koproduktion Kunstenfestivaldesarts, Brüssel, Belgien | Théâtre de la Ville, Festival d’Automne Paris, Frankreich | Montpellier Danse 2019/2020 résidence de création à l’Agora, cité internationale de la danse, with support from the Fondation BNP Paribas | CCN2, Centre Chorégraphique National de Grenoble, Frankreich | CCN d’Orléans, Frankreich | KunstencentrumVooruit, Gent, Belgien | Musée de la Danse, Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne, Frankreich | BIT Teater garasjen, Bergen, Norwegen | Théâtre de Nîmes, Frankreich Unterstützt von L’échangeur CDCN Hauts-de France (Studio Libre), Château-Thierry, Frankreich und DRAC Occitanie –French Ministry of Culture and Communication Mit freundlicher Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur / DGCA.