TAKDIR. DIE ANERKENNUNG

Ülkü Süngün (Stuttgart)

Eintritt frei

Münchner Stadtmuseum | Galerie Einwand

04.11. 19:30

Bellevue di Monaco

06.11. 18:00

Anmeldung ab 01.10. | Am 05.11. wird es zusätzlich eine Diskussionsveranstaltung im Münchner Forum für Islam geben, weitere Informationen finden Sie unter DISKURS | Zusätzlich zur Performance findet am 6.11. ein Empowerment-Workshop für Bewohner*innen des Bellevue di Monaco statt, der sich auf deren Eigennamen konzentriert

In deutscher Sprache

In der partizipativen Performance TAKDIR. DIE ANERKENNUNG bringt die Künstlerin Ülkü Süngün interessierten Teilnehmer*innen in einer Eins-zu-eins-Situation die korrekte Aussprache der Namen der zehn Mordopfer des NSU bei. Im Akt des repetitiven Aussprechens der zehn Namen klingen Erinnerung und Anerkennung nach. Der Chor der Sprechenden und Erinnernden wird durch weitere Teilnehmende stetig lauter und setzt ein temporäres Denkmal für Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter. TAKDIR. DIE ANERKENNUNG reflektiert Praktiken der Erinnerungskultur im öffentlichen Raum und fragt nach neuen Formen der öffentlichen Erinnerung, die sich durch Sprache ausdrücken lassen.

 

Informationen zur zusätzlichen Diskussionsveranstaltung am 05.11. finden Sie hier.

Performance  

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Ülkü Süngün lebt und arbeitet in Stuttgart, wo sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei studierte. Mit ihrer künstlerische Forschung untersucht sie mittels prozessorientierter wie kollaborativer Ansätze Migrations- und Identitätspolitiken ebenso wie Erinnerung. Ihre kritischen Arbeiten bedienen sich dabei der Fotografie, der Installation und der Bildhauerei, werden aber auch als Lecture-Performances realisiert. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigte sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen der Lehre. Im Künstlerhaus Stuttgart realisierte sie ihr Projekt Institut für Künstlerische Migrationsforschung. Mit dem 2017 gegründeten gleichnamigen Verein macht sie ihre bisherige künstlerische, sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt Räume nomadisch.

   

In Zusammenarbeit mit Bellevue di Monaco | Münchner Stadtmuseum Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.