WHAT KEEPS US ALIVE?

Christine Umpfenbach (München)

Eintritt € 18,00 | Ermäßigt € 9,00

Stadtraum

01.11. 15:00

02.11. 15:00

04.11. 15:00

05.11. 15:00

06.11. 15:00

Weitere Informationen ab 01.10.

In deutscher Sprache

Ein Projekt im Stadtraum mit Münchner*innen über 70

 

Am Ende des Lebens fragt man sich, wofür man gelebt hat. Man weiß, dass das Leben nicht mehr lang sein wird. Das Endliche, das Begrenzte ist es aber auch, das Freiheit schenkt. In dem Theaterprojekt WHAT KEEPS US ALIVE? der Regisseurin Christine Umpfenbach geht es um sechs Menschen über 70, die ohne Angst machen, was ihnen Kraft gibt und sie am Leben hält. Denn es gibt keine Zeit, Zweifel zu haben oder sich einzuschränken aus Sorge, was andere über einen denken könnten. In den Blick rücken durch ihre Geschichten auch marginalisierte Aspekte der deutschen Geschichte. Gemeinsam mit jüngeren Darsteller*innen stellen sie Momente der Vergangenheit nach und entwickeln Räume für nicht gelebtes, verpasstes Leben. Durch diese Überschneidung von dokumentarischen mit fiktiven Momenten, wird Nichtgelebtes Realität. In WHAT KEEPS US ALIVE? werden Orte im Stadtraum zur Bühne, die für die älteren Darsteller*innen von Bedeutung sind.

Stadtraumprojekt  

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Regie | Konzept Christine Umpfenbach Text Denijen Pauljević Mit Oscar Bloch, Mel Canady, Werner Dietrich, Isabell Höckel, Joshua Kliefert, Jochanah Mahnke, Jenny Rombai, Nils Thalmann, Monika Umpfenbach, Orazio Vallone, Walter Weiterschan Ausstattung Franziska Boos Video Suli Kurban Choreografie Andrea Funk

 

Christine Umpfenbach, lebt in München und arbeitet als Regisseurin und Autorin. Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und Regie am Goldsmiths College London. Sie leitete das Obdachlosentheater RATTEN 07 an der Volksbühne Berlin. Seit 2003 arbeitet sie als freiberufliche Regisseurin in verschiedenen Städten, u.a. in München, Freiburg, Riga, Tel Aviv und Taipei. Ihre dokumentarischen Theaterprojekte befassen sich mit gesellschaftspolitischen Themen. Dabei geht es häufig um Migration und Zugehörigkeit. Jedes Projekt entsteht durch intensive Recherche. Die Darsteller*innen sind häufig keine professionellen Schauspieler*innen, sondern Menschen, die auf Grund ihrer Lebenserfahrung im Mittelpunkt der Projekte stehen. In ihren Stücken wird die Stadt zur Bühne. Das Theaterprojekt GLEIS 11 fand in einem Luftschutzbunker direkt unter dem Münchner Hauptbahnhof statt. URTEILE, das im Residenztheater München 2014 uraufgeführt wurde, war das erste Stück im deutschsprachigen Raum, das aus der Perspektive der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) erzählt. 2014 erhielt sie den Theaterförderpreis der Landeshauptstadt München. Ihr letztes Stück 9/26 – DAS OKTOBERFESTATTENTAT wurde für den Mülheimer Dramatikerpreis 2021 nominiert.

 

Denijen Pauljević, geboren in Belgrad, flüchtete während der Jugoslawien-Kriege nach Deutschland. Er studierte interkulturelle Kommunikation, nahm an der Drehbuchwerkstatt an der HFF in München teil und arbeitet an verschiedenen Literatur-, Drehbuch- und Theaterprojekten. 2014 erhielt er die Autorenförderung Raniser Debüt, 2015 das Literaturstipendium der Stadt München. Seit 2021 unterrichtet Denijen Pauljević szenisches Schreiben an der LMU München.

 

Franziska Boos, geboren 1986 in Bad Aibling, arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin sowie als Illustratorin. Studium an der Akademie der bildenden Künste München, Diplom 2014 bei Prof. Katrin Brack. 2015 gründete sie die Theatergruppe [n]everland productions. Diverse Produktionen in Deutschland und Russland. Seit 2016 verschiedene Ausstattungen im Jungen Theater Augsburg. 2021 Kostüm im TAK Theater Liechtenstein

 

Suli Kurban wurde 1988 in Ürümchi / China (besetztes Uigurien) geboren. Auf Grund politischer Verfolgung flüchtete sie 1999 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München Dokumentarfilm- und Fernsehpublizistik. Seitdem arbeitet sie als Regisseurin und Autorin.

 

Andrea Funk studierte Theaterwissenschaften in Erlangen und Köln. Sie erhielt eine Ausbildung in Modernem Tanz bei Jutta Czurda, danach langjährige und anhaltende choreografische Zusammenarbeit mit Czurda Tanztheater, Fürth. Sie ist Autorin von Hörspielen und Drehbüchern und erhielt zweimal die bayrische Drehbuchförderung. Nach 2000 entwickelte und produzierte sie Theaterstücke mit Jugendlichen. Sie ist Gründerin und Organisatorin der Fassbindertage.

Produktion Rat & Tat Kooperationspartner Hoch X und Otto Falckenberg Schule