Logo Spielart 2019 Logo Spielart 2019
">open sub navigation

New Frequencies

MY HOME AT THE INTERSECTION

Abhishek Thapar (Moga | Amsterdam)

08.11. 17:30 – 18:20

09.11. 15:00 – 15:50

09.11. 18:30 – 19:20

Muffatwerk

Eintritt € 7,00 | Ermäßigt € 5,00

Englisch mit deutschen Übertiteln

Welchen Zugang gibt es zur eigenen Vergangenheit und Familiengeschichte, wenn diese unlösbar mit gewaltvollen Konflikten und kollektiven Traumata verknüpft sind? In der Punjab Region, in der Abhishek Thapar aufwuchs, prägen Erfahrungen von Umsiedlung, Vertreibung, Gewalt und Verlust den Lebensalltag, seit das Gebiet 1947 von der Teilung des indischen Subkontinents in die Nationen Indien und Pakistan betroffen war. 1984 wurde die Region in einen blutigen Konflikt zwischen der militanten Khalistan-Bewegung und dem indischen Militär verwickelt, der ein Pogrom an der Zivilbevölkerung zur Folge hatte. Abhishek Thapar, seine Eltern und seine Schwester flohen aus ihrer Heimat und ins Vergessen. Für MY HOME AT THE INTERSECTION reiste die Familie erstmals zurück an ihren früheren Wohnort – ein Haus, das seit langem verschwunden ist, einen Ort, den sie alle zu vergessen geglaubt hatten. In seiner von erstaunlicher Leichtigkeit geprägten Erzählperformance verbindet Thapar nun die filmische Dokumentation dieser Rückkehr mit verschiedenen Objekten und Materialien und nimmt einen kleinen Kreis von Zuschauer*innen mit in eine widersprüchliche Vergangenheit.


 

 

#Performance  #Geschichtenerzählen  #Politik und Zeitgeschichte 

Lesen Sie mehr:

Besetzung

Von und mit Abhishek Thapar Dramaturgische Mitarbeit Maria Rössler, Divya Nadkarni Beratung Floris van Delft, Jeroen Fabius Kamera Sahib Gill Schnitt Jeanette Groenendaal, Rinku Kalsy Musik Kabeer Kathpalia Kostüme Loise Braganza Recherche Abhishek Thapar, Swati Simha Im Video Venu Thapar, Dr. Shveta Grover, Ashok Thapar Untertitel Dóra Kapusta

Biografie

Abhishek Thapar, geboren 1985 in Moga, ist Theatermacher, Performer, Puppenspieler und bildender Künstler und lebt in Amsterdam. Er studierte am DAS Theatre in Amsterdam und an der LISPA in London. Derzeit arbeitet er künstlerisch und wissenschaftlich in den Bereichen postkoloniale Epistemologien, historiografische Metafiktion und Storytelling.

Produktion und Realisierung

Realisierung gefördert vom Nederlands Fonds voor Podiumskunsten