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New Frequencies

VERTIGO YEARS

fachbetrieb rita grechen (München | Dresden)

08.11. 18:00 – 19:45

09.11. 18:30 – 20:15

Einstein Kultur | Halle 3

Eintritt € 7,00 | Ermäßigt € 5,00

keine Sprachkenntnisse erforderlich

  • Rollstuhlzugang mit Aufzug

Eine halbe Millionen demonstrieren in London für das Frauenwahlrecht. In europäischen Zeitungen wird für radioaktive Zahnpasta geworben. In Kolonien geht Profigier in bisher nicht gekanntem Ausmaß  über Leichen.

Die Zeit von 1900 bis 1914 ist unsere Zwillingszeit – sie gleicht der Gegenwart darin, dass beide eine offen erscheinende Zukunft haben und von Fragen geprägt sind. Ganz im Gegensatz zu den dazwischen liegenden Jahren, die mit zwei Weltkriegen und dem Kalten Krieg eindeutig auf Sieg oder Verlust zusteuerten. Diese These von Philipp Bloom übernehmen die Künstler*innen des  fachbetrieb rita grechen. Im Zentrum ihrer Auseinandersetzung steht die Erfahrung von Nervosität und Taumel angesichts einer nicht mehr greifbaren Realität. Denn die großen Fragen des beginnenden 20. Jahrhunderts sind bis heute nicht beantwortet: Das dekonstruierte Individuum wurde nicht zusammengebaut, das Kapitalismusproblem nicht gelöst, die Geschlechterdebatten sind noch lange nicht zu Ende und das Loch, das die sterbende Religion hinterließ, wurde nicht gestopft. 

fachbetrieb rita grechen ziehen mit ihrer Musiktheaterinstallation, die aus Live-Improvisation mit historischen Musikfragmenten, szenischen Arbeitsvorgängen und einer Bearbeitung der Grenzen des Raums mit Projektionen besteht, Verbindungslinien zwischen Zuständen, Erfindungen und Ereignissen der Vertigo Years.

#Performance  #Politik und Zeitgeschichte  #Musik 

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Biografie

Mit: fachbetrieb rita grechen ist ein 2015 gegründetes Netzwerk von Künstler*innen in Dresden, Leipzig, München, Wien, Linz, Oslo und Basel. Sie kommen aus den Bereichen Musik, Schauspiel, Regie, Umwelttechnik, Gastronomie, Kostüm- und Bühnenbild. Je nach Projekt variieren Konstellation und Größe des Teams. Sie wollen Theater und Musiktheater ortsspezifisch, spartenübergreifend und über Einzelprojekte hinaus denken. Hierbei erkennen sie verschiedenste Einflüsse gleichberechtigt an: egal, ob es sich um eine philosophische These, eine Betonwand, einen Klang, einen Geschmack oder ein Gefühl handelt.

Produktion und Realisierung

Gefördert durch die Debutförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München