WORK BODY

Michael Turinsky (Wien)

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Aufgrund einer Verletzung kann WORK BODY nicht in der Originalfassung gezeigt werden. Stattdessen laden wir zu einer reduzierten, konzertanten Alternativversion ein. 

„Rise up! Schwing dich auf! Work it!“ Der österreichische Choreograf Michael Turinsky baut eine Konzertbühne – für sich selbst und für Antonio Gramsci (1891 – 1937), den Mitbegründer der Kommunistischen Partei Italiens. Als Arbeiter in Latzhose und Sicherheitsschuhen, hämmernd und singend, verbindet Michael Turinsky den „behinderten“ mit dem „arbeitenden“ Körper und schafft so, 90 Jahre nach Gramscis Tod, eine „Gegenkultur“ als choreografische Antwort auf hegemoniale Männlichkeitsfantasien. In einem Kreis um den Performer versammelt, wird das Publikum Zeuge eines konzentrierten physischen Prozesses – mal in stiller Beobachtung, mal mit begeistertem Applaus. Changierend zwischen politischer Agitation und performativer Geste, entfaltet sich ein radikal entschleunigter, minimalistischer Abend, der einen empathischen und zugleich kritischen Blick auf den gegenwärtigen Rechtsruck im Arbeitermilieu eröffnet.

WORK BODY ist eine von zwei Produktionen FÜR ALLE, die der von SPIELART berufene Beirat für Barrierefreiheit ausgewählt hat und bei denen umfassend Barrieren abgebaut wurden. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Zugänglichkeit.

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Einfach gesagt

Der Titel WORK BODY ist Englisch. Er bedeutet: „Körper der Arbeit“. Michael Turinsky ist ein behinderter Tänzer und Choreograf. In seinem Stück trägt er Arbeitskleidung. Es geht um Körper, Arbeit und darum, wie wir Stärke sehen. Das Publikum sitzt um ihn herum. Die Aufführung ist ruhig, aber sehr klar und kraftvoll. Das Stück fragt: Wer gehört dazu? Wer wird gesehen? Und warum finden manche Arbeiter*innen heute politisch rechte Ideen gut?

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Biografie(n)

Michael Turinsky ist ein in Wien lebender, körperlich behinderter Künstler, Choreograf und Theoretiker. Nach einem Philosophiestudium an der Universität Wien und der Auseinandersetzung mit inklusivem Tanz entwickelte er seine künstlerische Praxis der „Crip Choreography“, die sich mit der widerständigen Materialität des Körpers in Prozessen der Subversion befasst. Seine Arbeit PRECARIOUS MOVES erhielt 2021 den Nestroy-Preis für die beste Off-Produktion, 2023 wurde er vom österreichischen Kulturministerium als „Outstanding Artist“ ausgezeichnet.

Besetzung

Konzept, Choreografie, Text & Performance

Michael Turinsky 

Musik, Lyrics & Performance

Tian Rotteveel 

Bühne & Kostüm

Jenny Schleif 

Lichtdesign

Max Rux 

Dramaturgische Beratung

Chris Standfest 

Künstlerische Mitarbeit

Liv Schellander 

Produktionsleitung

Anna Gräsel

Hinweis

Tastführung am 01.11. um 19:15 

 

Abholservice am 01.11. um 19:00 am Leonrodplatz, Treffpunkt: Bäckerei Höflinger (Leonrodplatz 5, 80636 München)

Zugänglichkeit

Rollstuhlgerecht Relaxed Performance Early Boarding Alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten Einführung in Einfacher Sprache Audiodeskription und Tastführung

Produktion & Realisierung

Koproduktion 

Verein für philosophische Praxis | Tanzquartier Wien | Theater RAMPE Stuttgart 

Unterstützt durch 

Kulturabteilung der Stadt Wien | Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

 

Unter der Schirmherrschaft des Österreichischen Generalkonsuls Herrn Adalbert Bicserdy.

Österreichisches Generalkonsulat München