TO GATHER (HOW TO GET CLOSER)

Ein digitales Austauschformat zu transnationalem Arbeiten und Kuratieren in den Performing Arts

 

ZUGANG MIRO-BOARD

 

Internationale Festivals standen schon immer im Spannungsfeld zwischen „global“ und „lokal“. Künstlerische Arbeiten werden von ihrem Entstehungs- in den Aufführungskontext überführt. Reisen bereichern und entwurzeln. Der Stillstand der letzten anderthalb Jahre hat nun die meisten Künstler*innen und Programmmacher*innen auf ihre unmittelbare Umgebung zurückgeworfen und diese oftmals neu sehen lassen. Die Pandemie ist in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zum Katalysator geworden, hat Ungleichheiten noch deutlicher zutage treten lassen oder verstärkt. Das gilt auch für den Bereich der Performing Arts: Während Künstler*innen des globalen Nordens größtenteils auf staatliche Unterstützung bauen konnten, war ein Produktionsstop für Künstler*innen aus dem globalen Süden oft keine Option und Subventionsmöglichkeiten durch lokale Institutionen kaum gegeben. Welche Kollaborationsformen bleiben – oder entstehen erst – wenn die Pandemie das künstlerische Produzieren und Zeigen über Grenzen hinweg erschwert oder verunmöglicht hat? Wie können Räume des Zusammenkommens und des Austausches etabliert werden? Welche Möglichkeiten bietet das Internet als globaler Raum? TO GATHER (HOW TO GET CLOSER) soll zum Ausklang des Festivals über Grenzen hinweg Ideen zum kollaborativen Arbeiten austauschen und diverse Verständnisse von einem gerechteren Produzieren und Kuratieren sammeln, weitergeben und aufbewahren.

 

Bei Fragen oder digitalen Problemen: togather@spielmotor.de

 


 

04.11., 14 - 15.30 Uhr:

GHOSTING

Monster Truck / Footprints of David | Mit anschließendem Gespräch mit Sahar Rahimi, Segun Adefila und Oluwaseun Awobajo | Moderation: Julian Warner | Film in englischer Sprache

 

GHOSTING ist der vollständige Kontakt- und Kommunikationsabbruch ohne Ankündigung. Als im November 2020 Theater in Deutschland geschlossen werden und Reisen nicht mehr möglich sind, ziehen die Performance Gruppe Monster Truck, der Choreograf Segun Adefila und die sieben Performerinnen der Kindertheatergruppe Footprints of David aus Lagos ins Internet um. Aber die Kommunikation ist gestört: » Boohoo! « – » Can you hear me? « – » I can’ t see you « – » Are you even there? «. Antworten bleiben aus. Die Performerin Sahar Rahimi verschanzt sich also im Theater und kompensiert die Abwesenheit ihrer Kollaborateur*innen mit Ersatzhandlungen. Vom Paketdienst wird schließlich Anjoola 2 geliefert, die dreidimensionale Entsprechung des kleinsten Mädchens der Gruppe, dessen Wünsche und Phantasien ganz abgekoppelt vom realen Vorbild endlich gesteuert werden können. Mit Bildern aus Berlin und Lagos entstand mit GHOSTING ein Film über das Zusammensein und das Verlassenwerden, über das digitale schlechte Gewissen, jugendliche Konfliktvermeidung und transkontinentale Machtspielchen. Bei SPIELART sprechen Sahar Rahimi, Segun Adefila und Oluwaseun Awobajo im Anschluss an das Filmscreening über den Arbeitsprozess in einer undurchlässigen Zeit.

 
 

04.11., 16.00-17.30 Uhr:

IMAGINE A THEATER – Ein Panel zu lokal-globalen Art Spaces

Mit Elisabeth Efua Sutherland und Sankar Venkateswaran | Moderation: Virginie Dupray

 

Auf der Suche nach einer künstlerischen Praxis, die sich in das Leben integriert, anstatt sich von ihm zu isolieren, bauten Sankar Venkateswaran und Satoko Tsurudome ein Theater im abgelegenen Dschungel von Attappadi. Dort arbeiten sie mit ihren Nachbar*innen aus verschiedenen indigenen und migrantischen Communities. Elisabeth Efua Sutherland kehrte nach ihrem Studium in den USA nach Accra (Ghana) zurück, um das Theater Terra Alta und ein an Kinder gerichtetes, das ghanaische Erbe vermittelndes Community-Programm zu gründen. Ein Gespräch über die künstlerische Verortung zwischen lokaler Sphäre und globalem Kontext.

 
 

05.11., 12.00-13.30 Uhr:  

WHERE IS THE INTERNET LOCATED? – Ein Panel zu Performances im digitalen Raum

Mit Eisa Jocson, Jamal Nxedlana und Lindi Mngxitama (Bubblegum Club), Mallika Taneja | Moderation: Silvia Bauer

In den letzten anderthalb Jahren sind zahlreiche webbasierte und digitale Performance-Formate entwickelt worden. Eisa Jocson lässt in MANILA ZOO die Performer*innen zu Hause auftreten, während die Zuschauer*innen im Theater einen Live-Stream betrachten. Bubblegum Club entwickeln eine ZOOM-Performance, Mallika Taneja kuratiert mit REST OF THE STRUGGLE ein mehrwöchiges Projekt auf unterschiedlichen digitalen Kanälen. Wie entwickelt sich bei diesen Projekten ein Verhältnis zum Publikum? Ist das Internet ein geografisch neutraler Ort? Kann es eine internationale Zuschauer*innenschaft geben und wie könnte diese wiederum künstlerische Projekte beeinflussen?

 
 

05.11., 14.00-16.45 Uhr: 

FESTIVALS ALS GLOBALE RÄUME – Ein Gespräch mit drei künstlerischen Leitern 

 

Wo und wie verorten sich Theaterfestivals, und warum? Die Ko-Kuratorin des SPIELART Theaterfestivals Eva Neklyaeva interviewt drei Künstlerische Leiter, Jeff Khan, Daniel Blanga Gubbay und Ron Berry zu ihren unterschiedlichen kuratorischen Ansätzen.

 

14.00-14.45 Uhr:

Gespräch zwischen Jeff Khan und Eva Neklyaeva

 

Jeff Khan konzipiert LIVEWORKS als asiatisch-pazifisches Festival, das feministische, queere und First-Nations-Perspektiven in den Mittelpunkt stellt.

 

15.00-15.45 Uhr:

Gespräch zwischen Daniel Blanga Gubbay und Eva Neklyaeva

 

Daniel Blanga Gubbay stellt die DIASPORIC SCHOOL des Kunstenfestivaldesarts vor, die sich mit der Zirkulation von Wissen über Distanzen hinweg beschäftigte. 

 

16.00-16.45 Uhr: 

Gespräch zwischen Ron Berry und Eva Neklyaeva

 

Ron Berry möchte 2021 mit LIVE IN AMERICA das Festival als einen „justice-oriented space for enriching communities, uplifting histories, and building a shared sense of stewardship“ imaginieren.

 
 

05.11., 17.00-18.00 Uhr:

MOVING WITHOUT BODIES –  Ein Panel zum Reisen von Konzepten und Ideen

Mit Silvia Bottiroli, Kris Nelson, Mwenya Kabwe und Lindiwe Matshikiza |  Moderation: Rucera Seethal

 

Die Pandemie hat internationales Touring zwischenzeitlich zum Erliegen, der Klimawandel das Fliegen schon zuvor in die Kritik gebracht. Neue Kollaborationsweisen reagieren darauf. Kris Nelson, Leiter des LIFT in London, stellt „Concept Touring“, das Reisen von Ideen, vor. Silvia Bottiroli beschäftigt sich mit Prototyping und der Frage, wie eine Arbeit über Kontinente hinweg und doch für eine bestimmte lokale Öffentlichkeit entwickelt werden kann. Lindiwe Matshikiza und Mwenya Kabwe haben wiederum mit „Priority Mail“ ein Projekt entwickelt, dass unterschiedliche Künstler*innen vom Afrikanischen Kontinent involviert und die historischen Gründe für den fehlenden Austausch zwischen den englisch- und französischsprachigen Sprachgebieten hinterfragt.

 
 

06.11., 14.00-15.30 Uhr: 

CREATING ECOSYSTEMS – Ein Panel zu Mentorship Programmen

Mit Ogutu Muraya und Omar Abi Azar | Moderation: Martine Dennewald 

 

Zwei Mentor*innenprojekte zeigen im Rahmen von NEW FREQUENCIES in den letzten Festivaltagen works-in-progress. Der Autor und Performer Ogutu Muraya hat in Nairobi mit Maabara Exchange Theater eine Schreibwerkstatt gegründet. Die in Beirut ansässige Zoukak Company hat allein in den letzten zwei Jahren 4 Mentoring-Projekte initiiert. Ogutu Muraya und Omar Abi Azar sprechen über ihre Motivationen, Erfahrungen und den Einfluss ihrer Arbeit auf die lokalen Szenen.

 
 

04.11.-06.11.

WIDERSTAND – ANEIGNUNG, ÜBERSETZUNG UND TRANSFER. EIN REALITÄTSTHEATER

Videoarbeit und Buch (4. Fassung) | Installation im Festivalzentrum

 

Seit 2019 überarbeitet Frauke Zabel immer wieder das gedruckte BuchRealität–Theater–Körper–Aneignung–Übersetzung–Transfer. Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Widerstands“, das bei adocs publishing erschienen ist. Seinen Ausgangspunkt nimmt dieses Langzeitprojekt in einer Diskussion zwischen fünf (Kultur-)Arbeiter*innen in São Paulo über Widerstand gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus und Zensur in Brasilien, kurz nach der Amtseinführung des Präsidenten Jair Bolsonaro. Bereits in diesem Gespräch rückt die Rolle von Frauke Zabel, die zu dieser Diskussion eingeladen hat und mit am Tisch sitzt, in den Fokus. Das Überarbeiten und Reflektieren der Rolle der weißen, deutschen Künstlerin (K) in Brasilien hat als fortlaufender Prozess seine Übertragung in eine Videoarbeit gefunden. Im Video wird die Lesung des Textes neben der Be- und Überarbeitung des gedruckten Buches, als kontinuierliche Auseinandersetzung dokumentiert. Das Buch wird mittlerweile durch einen Textbeitrag über die Situation 2020 in Brasilien von Adriana Schneider Alcure erweitert. Ein weiteres beigefügtes Transkript führt den in São Paulo begonnen Dialog fort. Dieses zweite Gespräch über solidarische Allianzen fand im Dezember 2020 statt. Dazu trafen sich Lisa Jeschke, Katrina Mäntele und Frauke Zabel im Lyrik Kabinett München, während Adriana Schneider Alcure aus Rio de Janeiro per Video zugeschaltet war.

 

São Paulo, Februar 2019 – Gespräch mit: Cláudio Bueno, Bárbara Esmenia, Peter Pál Pelbart, Sylvia Prado, Márcia Silva.

 

 

Besetzung

Gestaltung | Konzept Anna Lena von Helldorff Lektorat | Konzept Juliane Schickedanz Weitere Beiteiligte Anne Kulbatzki, Mehmet Sözer, Jules* Elting, Isabelle Cohn, Diana Marie Müller, Vivi Balby, Diana Felber, Louis Hay, Nora Wehofsits, Anna Jehle, Paula Van Erven, Julia Swoboda, Mira Sacher, Oliver Precht, Constanza Meléndez, Verena Wössner, Mira Mann, Felix Kruis, Lisa Jeschke, Katrina Mäntele, Adriana Schneider Alcure

 

Biographie

Frauke Zabel (*1985) ist Künstlerin und Kunstvermittlerin. Nach einem Gastsemester an der Universidade de São Paulo im Jahr 2017 und ihrem Studium an der AdBK München, war Frauke 2018/2019 mithilfe eines DAAD-Stipendiums erneut in Brasilien. Seit 2013 ist sie ehrenamtliches Mitglied des Kunstpavillon e.V im Alten Botanischen Garten München und lehrte bisher zwischen Theorie und Praxis an unterschiedlichen Kunsthochschulen in Deutschland.

Produktion und Realisierung

Gefördert durch die Wiederaufnahmeförderung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

   

 

MY NAME IS TAMIZH (AT)

Ein neues Projekt von Sankar Venkateswaran für SPIELART 2023

 

Termin: Mittwoch, 03.11. | Münchner Volkstheater | Diskutanten: Sankar Venkateswaran und Nicholas Kirutharshan (über Zoom) | Moderation: Rustom Bharucha (via Zoom)

 

Im Anschluss an die Aufführung CRIMINAL TRIBES ACT: EXTENDED am 03.11 findet ein Gespräch über das neue Projekt statt. Der indische Theaterregisseur Sankar Venkateswaran und der Leiter einer Kulturinitiative in Jaffna, Nicholas Kirutharshan, teilen Gedanken, Überlegungen, Ansätze, Do's und Don'ts zum kreativen Prozess der Erarbeitung eines kollaborativen Theaterstücks, das Sprache, Macht und Erinnerung im Norden Sri Lankas thematisieren wird. Im Zentrum steht Jaffna. Der Talk ist Teil eines neuen Stücks mit dem Arbeitstitel MY NAME IS TAMIZH (AT). Die Premiere soll 2023 stattfinden. Sankar Venkateswaran stammt aus Südindien, Nicholas Kirutharshan aus Jaffna, Sri Lanka. Venkateswaran und Kirutharshan – zwei Tamilisch sprechende Menschen aus verschiedenen historischen und geopolitischen Kontexten – begegnen sich in einem auf Englisch geführten und von Rustom Bharucha moderierten Gespräch.

   

Die Produktion mit dem Arbeitstitel MY NAME IS TAMIZH (AT) gründet auf den Prinzipien des Dialogs und der Übersetzung und mixt Auszüge aus laufenden Gesprächen zwischen Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund. Drei Darsteller*innen begeben sich in einem scheinbar offenen, diskursiven Austausch Schritt für Schritt auf das schwierige Terrain der Erinnerung, Geschichten, Augenzeugenberichten und gelebten Erfahrungen der tamilischen Bevölkerung Jaffnas. Am Beispiel des Brandes in der Bibliothek von Jaffna erkundet die Inszenierung die Rolle der Sprache bei der Entstehung von (Miss-)Verständnissen. Auf spielerische Weise wird versucht, die Verbindung zwischen Sprache, Macht und Terror aufzudecken.

     

Biografie

Sankar Venkateswaran, geboren 1979, Theaterregisseur aus Kerala, Indien. Er lebt und arbeitet im Sahyande Theatre, einer Theaterwohnung, die er im Bergtal von Attappadi, Kerala, baute. Zu seinen Produktionen zählen INDIAN ROPE TRICK, CRIMINAL TRIBES ACT, Ibsens WHEN WE DEAD AWAKEN, Shogo Ohtas WATER STATION und INDIKA für das Münchner Volkstheater. 2013 erhielt Sankar Venkateswaran ein norwegisches Ibsen-Stipendium. 2016 und 2017 war er künstlerischer Leiter des Internationalen Theaterfestivals von Kerala.

 

Nicholas Kirutharshan leitet Kälam, einen in Kooperation mit dem Goethe-Institut Sri Lanka realisierten Raum für kulturelle Begegnungen in Jaffna, wo Nicholas Kirutharshan sich für Kulturaustausch einsetzt und Kulturveranstaltungen organisiert. Nicholas Kirutharshan machte seinen Abschluss und lehrte später an der Universität von Jaffna. 2016 war er ARThinkSouthAsia Fellow in Neu-Delhi,  2017 machte er ein Praktikum im Künstlerhaus Mousonturm in in Frankfurt.

 

Rustom Bharucha ist Autor mehrerer Bücher, darunter THEATRE AND THE WORLD (1993), THE POLITICS OF CULTURAL PRACTICE: THINKING THROUGH THEATRE IN AN AGE OF GLOBALIZATION (2000) und TERROR AND PERFORMANCE (2014). Die letzte Publikation entstand zwischen 2010 und 2012, während seiner Zeit als Fellow am International Research Center/Interweaving Performance Cultures in Berlin. Sein aktuelles Buch – herausgegeben mit Paula Richman – trägt den Titel PERFORMING THE RAMAYANA TRADITION: ENACTMENTS, INTERPRETATIONS AND ARGUMENTS. In der ersten Corona-Phase 2020 produzierte Rustom Bharucha einen neunteiligen Videovortrag über Theater und das Virus. Zurzeit ist er Dramaturg für eine interasiatischen Produktion auf der Grundlage des Mahabharata. Das Stück soll im Juni 2022 im Esplanade Theatre on the Bay in Singapur Premiere haben.

Produktion und Realisierung

Unterstüzung durch das Goethe-Institut Sri Lanka und dem Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Bangalore

   

 

VON DER UN/MÖGLICHKEIT MIGRANTISCH-POLITISCHER RÄUME

Eine Diskussionsveranstaltung mit Ülkü Süngün, Nabila Abdel Aziz, Cana Bilir-Meier und Tunay Önder

 

05.11. 19.30 - 21.00 Uhr | Münchner Forum für Islam, Hotterstraße 16, 80331 München

 

In der Stadt des Oktoberfest-Attentats, der NSU-Morde und des rechtsterroristischen Attentats am OEZ kommt die Künstlerin und Aktivistin Ülkü Süngün (Stuttgart) mit Vertreter*innen aus Aktivismus, Kunst und Journalismus ins Gespräch, um die UN/MÖGLICHKEIT MIGRANTISCH-POLITISCHER RÄUME in der Stadt zu befragen. Bei geringer Sicht- und Hörbarkeit der Opferangehörigen und ihrer Bedarfe und Wünsche, scheinen Strukturen und Organisationen zur Solidarität mit Betroffenen rechter Gewalt sowie ihre Vernetzung untereinander erschwert zu sein. Mit der Journalistin Nabila Abdel Aziz und den Künstlerinnen und Kunstvermittlerinnen Cana Bilir-Meier und Tunay Önder werden Fragen nach Gründen erörtert. Welche Bedeutung hat die Bezeichnung von Straftaten als „rassistisch“ für ihre gesellschaftliche Aufarbeitung? Welche Rolle spielt eine durch Gentrifizierung gezeichnete weiß-homogene Innenstadt bei der Verunmöglichung zentraler, migrantisch-politischer und solidarischer Räume in der Stadtöffentlichkeit? Die Notwendigkeit dieser Räume – auch für eine Opferhierarchien überschreitende Solidarität zwischen Communities – und Strategien ihrer empowernden Konstitution zeigen die Gäste mit ihren unterschiedlichen journalistischen, künstlerischen und aktivistischen Herangehensweisen auf. Mit anschließender Publikumsdiskussion.

 

Weitere Informationen zu dem Projekt TAKDIR.DIE ANDERKENNUNG von Ülkü Süngün bei SPIELART hier.

Biografie

Ülkü Süngün lebt und arbeitet in Stuttgart, wo sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei studierte. Mit ihrer künstlerische Forschung untersucht sie mittels prozessorientierter wie kollaborativer Ansätze Migrations- und Identitätspolitiken ebenso wie Erinnerung. Ihre kritischen Arbeiten bedienen sich dabei der Fotografie, der Installation und der Bildhauerei, werden aber auch als Lecture-Performances realisiert. Als Dozentin an der Merz Akademie und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart beschäftigte sie sich auch mit emanzipatorischen Fragen der Lehre. Im Künstlerhaus Stuttgart realisierte sie ihr Projekt Institut für Künstlerische Migrationsforschung. Mit dem 2017 gegründeten gleichnamigen Verein macht sie ihre bisherige künstlerische, sozial- und gesellschaftskritische Praxis strukturell sichtbar und nutzt Räume nomadisch.

 

Nabila Abdel Aziz ist Journalistin und arbeitet zu den Themen Rechtsextremismus, Kultur und Religion. Sie ist Mitbegründerin des medienkritischen Bliq-Journals und Kuratorin des AusArten-Festivals. Mit der Frage, warum der Anschlag auf das OEZ so lange nicht als rechts eingestuft wurde, hat sie sich in einem Podcast der Süddeutschen Zeitung beschäftigt. 

 

Cana Bilir-Meier studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien Kunstpädagogik und Bildende Kunst, an der Schule für unabhängigen Film Friedl Kubelka in Wien sowie an der Sabancı-Universität in Istanbul. Sie war Interims-Professorin für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München 2021. 2018 hat sie gemeinsam mit ihrer Mutter Zühal Bilir-Meier die Initiative an das Gedenken an Semra Ertan mitgegründet und 2020 den Gedichtband SEMRA ERTAN – MEIN NAME IST AUSLÄNDER herausgegeben. Die filmischen und filmisch-performativen Arbeiten von Cana Bilir-Meier bewegen sich an den Schnittstellen von Archivarbeit, Textproduktion, historischen Recherchen und zeitgenössischer Medienreflexivität und -archäologie. Sie verweben private Archive mit historischen und zeitgenössischen politischen Prozessen und ihren Abbildern in den Medien.

 

Tunay Önder schreibt, recherchiert, publiziert, performt und kuratiert überwiegend im Bereich der Darstellenden Künste. Nach ihrem Magisterstudium der Soziologie gründete sie mit Dr. Imad Mustafa 2010 den Blog Migrantenstadl als virtuelles Spielzimmer für marginalisierte Geschichten. Sie realisiert auf verschiedenen Theater Biennalen und Festivals (Wiesbaden Biennale 2018/ Favoriten Festival 2020) sowie in der freien Kulturszene kuratorische Konzepte, die Raum für Positionen, Praxen und Perspektiven der Migrationsgesellschaft herstellen. 2021/2022 ist sie am Stadtmuseum München als Kuratorin der Galerie Einwand (Migration bewegt die Stadt) tätig. 

     

Produktion und Realisierung

Eine Veranstaltung in Kooperation mit AusARTen - Perspektivwechsel durch Kunst 

 

   

 

WHEN DO WE WANT IT?

Ein Themenschwerpunkt zu Climate Justice

 

„What do we want? – Climate Justice! – When do we want it? –“ rufen die Aktivist*innen von Fridays for Future seit Beginn der Klimabewegung 2018. Heute ist Greta Thunberg volljährig und das Pariser Klimaschutzabkommen in einem neuen Jahrzehnt angekommen. Die Bedingungen, wie auch die Auswirkungen der Klimakrise sind weltweit ungleich verteilt. Fragen von Climate Justice sind immer auch an die der Climate Fragility gebunden: In den bereits jetzt vom Klimawandel stark betroffenen Regionen führt die klimatische und ökologische Katastrophe zu zusätzlichen politischen, sozialen wie ökonomischen Verwundungen. Das gilt insbesondere für indigene und marginalisierte Gruppen, die alte wie neue Strategien erproben, um mit den klimatischen Veränderungen umgehen zu können. Anknüpfend an Taigué Ahmeds Tanzstück THE DRYING PRAYER zur Klimakatastrophe am Tschadsee soll der Themenschwerpunkt am Eröffnungswochenende des Spielart Festivals nicht resigniert in die Zukunft blicken, sondern in Talks, Workshops und künstlerischen Positionen ausloten, wie und unter welchen Bedingungen die Darstellende Kunst für Klimagerechtigkeit einstehen kann: „– Now!“

 

Bei Fragen oder digitalen Problemen: klima@spielmotor.de

         

Produktion und Realisierung

 
   
 

23.10., 15.00 Uhr:

ERÖFFNUNG

 
 

23.10., 15.10 - 15.30 Uhr: 

IDEEN UM DAS ENDE DER WELT ZU VERTAGEN – Ein dringender Apell für Klimagerechtigkeit

Keynote: Ailton Krenak (Terra Indígena Krenak, Minas Gerais) | Portugiesisch mit englischen Untertiteln

 

Ailton Krenak gilt als einer der wichtigsten Aktivisten der indigenen Bewegung in Brasilien. Die globale Katastrophe des Klimawandels lässt sich für ihn nur aufhalten, wenn die Menschheit sich kollektiv von ausbeuterischen Strukturen verabschiedet. In seiner Keynote zum Themenschwerpunkt zu Klimagerechtigkeit beschreibt er die Perspektive des indigenen Volkes der Krenak auf die klimatischen Veränderungen im Amazonasgebiet und erläutert, inwiefern der Kampf gegen den Klimawandel mit einer globalen Verantwortung verbunden ist. Seine Essay- und Redensammlung IDEEN UM DAS ENDE DER WELT ZU VERTAGEN (2019), erschien 2021 in deutscher Übersetzung.

     

Biografie

Ailton Krenak, geboren 1954, gehört dem indigenen Volk der Krenak an. Er spielte eine entscheidende Rolle beim Einschreiben der Rechte der Indigenen in die Verfassung Brasiliens von 1988. Er ist Autor, Journalist, Philosoph und Aktivist der indigenen Bewegung sowie Mitbegründer und Mitglied verschiedener Organisationen, die sich für die Rechte der Indigenen einsetzen. Hierzu gehören die União dos Povos Indígenas (Gemeinschaft indigener Völker), die Aliança dos Povos da Floresta (Zusammenschluss im Urwald wohnender Völker) sowie die Núcleo de Cultura Indígena (Nukleus indigener Kultur).

   

 

23.10., 15.45-16:00 Uhr:

CLIMATE DANCES - Amanda Piña (Wien | Santiago de Chile | Mexiko-Stadt)

Filmscreening | Spanisch mit englischen Untertiteln 

 

Wie auch die Tanzproduktion DANZA Y FRONTERA von Amanda Piña, die das SPIELART Theaterfestival eröffnet, sind die CLIMATIC DANCES Teil der Serie ENDANGERED HUMAN MOVEMENTS, einem Langzeitprojekt, das sich für das Wieder-Erscheinen von Tänzen und kulturellen Praktiken einsetzt.

 

“In Climatic Dances, we show the revival of a dance of the Nahuatl speaking  Masewal people from the Sierra Norte de Puebla. In the context of climate change, natural disasters and plundering by the global mining industry – ‘the Grim Reaper’s megaprojects’, as the native population in the Sierra calls them – some of the old dances are coming back. People realize that the obligation to dance and make sacrifices to the mountains has been neglected. The mountain is not merely geology for the Masewal, but a living being. It cannot be considered only matter. It is a being that gives water, that relates to the wind to create rain. So in this performance, the dances are the mountain or its spirit.” (Amanda Piña in Etcetera 2019)

 

   

Biografie

Amanda Piña ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien und Mexiko-Stadt lebt. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert. Sie versteht ihre Arbeiten als zeitgenössische Rituale, die etablierte Trennungen (modern/traditionell, Mensch/Tier, Natur/Kultur) temporär aufheben sollen und ist auf der Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Kunst.

 

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23.10., 16.00-17.10 Uhr:

TANZENDE GEISTER DES ANTHROPOZÄN – Indigene Tänze in Mexiko als kosmopolitische Ökologien und lebendige Technologien

Vortrag von Alessandro Questa (Mexiko-Stadt) mit anschließendem Gespräch mit Amanda Piña |  In englischer Sprache

 

Das Konzept des Anthropozän beschreibt die geologische Dominanz des Menschen über alle anderen Lebensformen. Für ameridianische Gesellschaften dreht sich die Welt jedoch nicht um menschliche Industrien, sondern ordnet sich unterschiedlichen Gemeinschaften von Geistern unter, welche Verstorbene ebenso einschließen, wie Pflanzen, Tiere oder meteorologische Kräfte. In seinem Vortrag teilt Alessandro Questa seinen Forschungsstand und beschreibt, wie bestimmte traditionelle Tänze die ansonsten unsichtbare Verbundenheit dieser Kräfte hervortreten lassen und den Menschen die Möglichkeit einer gegenseitigen Anerkennung offenbaren. In den vergangenen Jahren haben verschiedene extraktive Industrien in Verbindung mit den lokalen Folgen des weltweiten Klimawandels schwerwiegende Folgen für die mexikanische Bergregion Puebla gehabt. Die drastischen Veränderungen haben indigene Masewal Bäuer*innen dazu bewegt, traditionelle Tänze als technologische Ressource wieder aufleben zu lassen, um Land und Siedlungen vor der Zerstörung zu bewahren.

 

 

Biografie

Alessandro Questa ist Professor und Koordinator des Graduiertenprogramms für Sozialanthropologie an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt. Als Ethnologe und Anthropologe konzentriert er seine akademische Forschung auf die Veränderungen und die Vorstellungen einer ungewissen Zukunft, wie sie durch das sogenannte Anthropozän hervorgerufen werden. Sein Schwerpunkt liegt auf ethnographischen Studien zu indigenen Ökologien und deren Zusammenspiel mit den vielgestaltigen lokalen Folgen des Klimawandels sowie Geo-Kapitalismus und extraktiven Industrien.

 
 

24.10., 12.00-14.30 Uhr:

ALL CONNECTED – Ein Workshop zu Klimagerechtigkeit, Social Justice und Diversity

Referent: Paulo Cesar dos Santos Conceição | Für Interessierte Teilnehmer*innen zwischen 15 und 26 Jahren | Anmeldungen bis 22.10. über manon.haase@spielmotor.de, die Platzanzahl ist begrenzt

 

Klimagerechtigkeit oder Klimarassismus? Wer ist weiß? Was bedeutet BIPoC? Und warum ist Social Justice mehr als „nur“ Soziale Gerechtigkeit? Nachdem wir uns mit diesen und anderen Begrifflichkeiten und Definitionen rund um die Themen Klimagerechtigkeit, Kolonisation und Diversity beschäftigt haben, begeben wir uns auf eine Reise durch die Geschichte Pindoramas – eine Reise durch Genozid, Sklaverei und Kolonisation am Beispiel Brasiliens. Dabei erfahren wir, warum Blumenau in Brasilien liegt und wieso der Kampf gegen Klimakrise und Rassismus ein gemeinsamer sein muss. 

   

Biografie

Paulo Cesar ist gebürtiger Brasilianer und studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt auf Politischer Ökologie. Er engagierte sich bei der Jugendorganisation Bund Naturschutz und hielt konsumkritische Stadtführungen in München. Aktuell arbeitet er im Bereich Migration und Flucht bei dem Netzwerk Münchner Migrantenorganisation (Morgen e.V.).

 
 

24.10., 15.00-16.00 Uhr: 

WHAT FORM CAN AN ATONEMENT TAKE?

Pauliina Feodoroff (Keväjäu´rr/Suõ´nnjel, Sápmi), Moderation: Eva Neklyaeva | Filmscreening, Vortrag und Gespräch | In englischer Sprache

 

Im Gebiet der Skolt Sámi im finnisch-russischen Grenzgebiet haben staatliche Initiativen zum Umlenken der Flussbetten das Wasser versiegen lassen. Die ökologischen Schäden haben die Fischvorkommnisse drastisch gesenkt und der Klimawandel verstärkt die Folgen der menschlichen Eingriffe in das Ökosystem. Sámi Künstlerin und Aktivistin Pauliina Feodoroff hat die Renaturierung der Wasserläufe und die Umkehrung vergangener Eingriffe in die Natur dokumentiert und zeigt den Kampf der indigenen Bevölkerung gegen die sich verschlechternden Lebensverhältnisse im Zeichen der Klimakrise.

   

Biografie

Pauliina Feodoroff ist skoltsamische Theaterregisseurin, Künstlerin und Naturbewahrerin aus Keväjäu´rr, dem finnischen Teil Sápmi, und Suõ´nnjel, dem russischen Teil Sápmi. Gemeinsam mit zwei weiteren Künstler*innen wird sie den Nordischen Pavillon auf der Venedig Biennale 2022 in den Samischen Pavillon verwandeln.

   
 

24.10., 16.15-17.15 Uhr: 

KLIMA-KOLONIALISMUS oder KLIMA-REPARATIONEN
 

Olúfẹ́mi O. Táíwò (Washington, DC) | Vortrag mit anschließendem Gespräch mit Molemo Moiloa (Johannesburg) | In englischer Sprache

 

Während die Klimakrise sich verschärft, könnten unsere politischen Antworten dazu dienen, die bestehenden Ungleichheiten zu beschränken. Der von Aktivist*innen und Denker*innen auf der ganzen Welt geforderte Ansatz zu Klima-Reparationen hat das Potenzial, die Welt grundlegend zu verändern und den Herausforderungen der gegenwärtigen Krise zu begegnen, indem die rassistischen Ungleichheiten angegangen werden, welche unsere aktuelle politische Welt geprägt und somit zur Klimakrise geführt haben. In diesem Vortrag werden die Möglichkeiten und Gefahren der nahen Zukunft und potenzielle Möglichkeiten für einen Kurswechsel diskutiert.

     

Biografie

Olúfẹ́mi O. Táíwò ist Dozent für Philosophie an der Georgetown University, Washington DC. Seine Lehre und Forschung beschäftigt sich mit sozialer und politischer Philosophie und Africana thought, welche Figuren und Themen der Black Radical Tradition umfasst.

 

Molemo Moiloa lebt und arbeitet in Johannesburg und hat in verschiedenen Funktionen an der Schnittstelle von kreativer Praxis und Community-Organisation gearbeitet. Derzeit befasst sie sich mit Konzepten von Unregierbarkeit, sozialen Infrastrukturen kultureller Organisationen und der Beziehung zur Natur. Sie ist Teil des Künstlerkollektivs MADEYOULOOK und Mit-Organisatorin des Open Restitution Africa Projektes.

 
 

24.10., 17.30-17.45 Uhr:

THE RIVER IS ME

David Freid (Los Angeles) |  Filmscreening | In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln

 

Viele Jahre lang war der Besitz des Whanganui River in Neuseeland umstritten: Ist er im Besitz der neuseeländischen Regierung oder des Volkes der Maori, die den Fluss für heilig halten? Jetzt ist klar: Der Fluss gehört sich selbst. Wahrscheinlich zum ersten Mal weltweit gilt ein Fluss als Rechtssubjekt und hat die gleichen Rechte und Pflichten wie du und ich. Aber zu bestimmen, wo ein Fluss endet und der Rest der Natur beginnt – darüber lässt sich noch streiten. Der Filmemacher David Freid geht der rechtlichen und spirituellen Natur des Whanganui River nach und erforscht, was vom Gesetz bestimmt werden kann, und was nicht.

   

Biografie

David Freid hat mehr als 50 Kurzdokumentarfilme in mehr als 40 Ländern gedreht. Zudem hat er für National Geographic, NBC, The New York Times, Vanity Fair, The Atlantic und VICE gearbeitet. Freid ist Begründer des online Magazins MEL Films.

 
 

24.10., 17.50-18.00 Uhr:

REBELLIOUS RESISTANCE - Ein Poetry Reading

Naomi Ortiz (Grenzgebiet zwischen Arizona U.S./Mexiko) gelesen von Erwin Aljukic | In englischer Sprache

 

„even as security urges me, “MOVE!”

even as trash is swept away

we who remain

                                     our difference

                                     is diversity

and protecting diversity

is the only way to ensure

survival of everything“

 

Aus REBELLIOUS RESISTANCE von Naomi Ortiz

 

Biografie

Naomi Ortiz ist Dichter*in, Schriftsteller*in und Bildende Künstler*in. Naomi Ortiz intersektionale Arbeit konzentriert sich auf Self-care für Aktivist*innen, disability justice, eco-justice und das Verhältnis zum Raum. Naomi Ortiz ist eine angesehene Rednerin und Moderatorin mit Schwerpunkt auf Inklusion und spirituellem Wachstum. Mehr Informationen (https://www.naomiortiz.com)

   
 

SHORING UP STABILITY – Die Tschadseeregion im Klimawandel, Fotografien von Arno Trümper

Orte: HochX 23.10.-6.11. und Bellevue di Monaco 23.-24.10. | Ausstellungseröffnung: 23.10. 18.00 im HochX

 

Die Fotografien von Arno Trümper entstanden 2018 und 2019 anlässlich einer Forschungskampagne der unabhängigen Denkfabrik und Beratungseinrichtung für Klima, Umwelt und Entwicklung adelphi in der Tschadseeregion. Der Münchner Fotograf und Journalist Arno Trümper begleitete die Wissenschaftler*innen bei ihren Feldforschungen zur Verbindung von Klimawandel und politischen wie gesellschaftlichen Konflikten in der Region. Die Fotografien zeigen Orte und Bewohner*innen aus Niger, Nigeria und dem Tschad und illustrieren die adelphi-Studie, welche unter dem Titel „Shoring up stability“ erschienen ist. Die Porträts und Landschaftsaufnahmen bilden den visuellen Rahmen für den Themenschwerpunkt zu Klimagerechtigkeit. 

   

Biografie

Arno Trümper arbeitet als Reporter und Programmplaner für den Bayerischen Rundfunk. Gleichzeitig realisiert er als Fotograf und Filmemacher diverse Projekte – unter anderem für 3sat, ARD, ARTE, adelphi und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Der studierte Ethnologe und Dokumentarfilmer wurde für seine Arbeiten mit mehreren Preisen ausgezeichnet.